Ja mir san mim Radl da

„So können jetzt auch die Parkanlagen im Grüngürtel am Rande der Innenstadt besser kontrolliert werden“, freut sich OB Christian Lösel über die Ausweitung des Wirkungskreises. Die Mitarbeiter des Ordnungsdienstes können nun auch an Örtlichkeiten mit hoher Radfahrerdichte Präsenz zeigen.

BB_Kommunaler_Ordnungsdienst_03

BB_Kommunaler_Ordnungsdienst_02

„Vor allem aber können potenzielle Brennpunkte jetzt schneller angefahren und gezielter kontrolliert werden“, betonte Lösel gestern vor der Presse.
Der Kommunale Ordnungsdienst ist seit Mai 2011 am Wochenende in der Altstadt präsent. Neben rein präventiven Aufgaben werden auch die städtischen Satzungen und Verordnungen vollzogen (etwa Bußgeldverfahren gegen „Wildbiesler“). Die Mitarbeiter versuchen bei Auseinandersetzungen zu schlichten, beziehungsweise rufen die Polizei hinzu. Zu den weiteren Aufgaben gehören Hilfeleistungen gegenüber Betrunkenen, die Gaststättenüberwachung (Sperrzeit) sowie die Verhinderung von Sachbeschädigungen, also präventive Arbeiten.

„Eine Streife des Kommunalen Ordnungsdienstes besteht grundsätzlich aus drei Mitarbeitern, im Bedarfsfall sind auch zwei Streifen unterwegs. Sie tragen eine städtische Uniform und können einen Dienstausweis vorzeigen“, so Ordnungs- und Sicherheitsreferent Helmut Chase: „Insgesamt absolvieren die Mitarbeiter rund 2500 Einsatzstunden pro Jahr.“ Chase lobt auch die gute Zusammenarbeit mit der Polizei.

Der Kommunale Ordnungsdienst arbeitet im Auftrag der Stadt und wird derzeit von der Firma Secura gestellt. Der OB bezeichnete ihn als einen „wichtigen Baustein der Ingolstädter Sicherheitsstrategie“. Die Männer und Frauen hätten durch ihre Präsenz viele Straftaten verhindert und dadurch „sowohl die gefühlte als auch die tatsächliche Sicherheit in Ingolstadt entscheidend gestärkt“.
Wie der Oberbürgermeister weiter betonte, sei die Sicherheit seit einiger Zeit praktisch ein ständiges Thema in der Stadt. Er erinnerte an den Sicherheitsgipfel mit Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, dessen Ergebnis die Schaffung von 20 kurzfristigen Planstellen bei der Polizei war, weitere Polizeikräfte sind vorgesehen. Sie gehen gerade an den Wochenenden verstärkt auf Streife. Lösel erinnerte weiter an die Verstärkung der Sicherheitswacht von 15 auf 24 Ehrenamtliche. Auch der Ausbau der Videoüberwachung an neuralgischen Punkten ist Teil des städtischen Sicherheitskonzepts.